Methodik
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
Antoine de Saint-Exupéry
Die Beratung - ist im Kern ein Gespräch

Ich lasse mich gerne von Albert Einstein beraten. Er ist ein sehr aufmerksamer Zuhörer und erlaubt mir die Stille, die nötig ist, um zu mir selbst zu finden.
So ein Berater ist aber nicht jedermanns Sache. Die meisten Menschen benötigen einen, der sie im Rahmen eines Gesprächs durch einen Lösungsfindungsprozess führt. Dabei stelle ich dir Fragen, die dich befähigen, selbst Antworten auf deine Fragen zu finden. Ich fordere dich manchmal auch auf, laut zu denken. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit Zuhören, denn nur so kann ich "mit dem Herzen sehen", bei welchen Themen wir mit Übungen tiefer graben müssen, um das herauszufinden, was bereits in dir steckt: Die Kräfte, die Dir helfen, Deinen eigenen Weg zu finden und konsequent zu gehen. Die Übungen nutzen gezielte Methoden, von denen im Folgenden einige kurz erklärt werden.
Methoden - sind Werkzeuge für einen bestimmten Zweck
Find Your WHY / Start With WHY
Zweck: Den Lebenssinn eines Menschen herausfinden, ihn zur Lebensgestaltung zu nutzen und damit zu kommunizieren.
"Find Your WHY" und "Start With WHY" sind Methoden von Simon Sinek, um ein tief verwurzeltes Ziel, ein Zweck, eine Sache, ein Glaube oder eine Überzeugung, welche die Quelle der Leidenschaft und Inspiration einer Person, eines Teams oder einer Unternehmung ist, herauszufinden und erfolgreich zu kommunizieren. Menschen und Organisationen, die ihr WARUM kennen, sind langfristig erfolgreicher, genießen mehr Vertrauen und Loyalität bei anderen Menschen, Mitarbeitern und Kunden und sind zukunftsorientierter und innovativer als ihre Konkurrenz.
Hinter dem Kommunikationskonzept "Start With WHY" steckt das Prinzip des "Golden Circle". Das Prinzip sagt aus, dass die Menschen nicht interessiert, was wir tun, sondern warum wir es tun. In der Folge muss die Kommunikation mit dem WARUM beginnen, aufzeigen, WIE wir unser WARUM realisieren wollen und WAS wir konkret dafür tun. Dahinter steckt erstaunlicherweise nicht Psychologie sondern Biologie! Das menschliche Gehirn verarbeitet rationale, analytische Gedanken und Sprache in einem anderen Bereich als Emotionen, Gefühle, Vertrauen, Loyalität, Entscheidungsfindung und Verhalten. Wenn wir mit unserem "WARUM" zu kommunizieren beginnen, können wir direkt zu dem Teil des Gehirns sprechen, der das Verhalten kontrolliert und danach den Menschen erlauben, die Sache rational (WIE, WAS) zu betrachten. So entstehen Entscheidungen, wie wir oft hören, "aus dem Bauch heraus", "von Herzen" oder "der Seele folgend".
Design Thinking
Zweck: Chancen aus Herausforderungen und Problem durch einen ganzheitlichen Ansatz erkennen und dafür kreative Lösungen finden, die zu einer positiven Veränderung führen.
Design Thinking, auch bekannt unter Human Centered Design, ist ein Gestaltungsprozess und ein Satz von Methoden, um Bedürfnisse von Menschen menschenzentriert, unter Berücksichtigung der Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit, zu realisieren.
Der Prozess besteht aus folgenden Schritten:
- VERSTEHEN: Das Problem richtig verstehen.
- ANALYSIEREN: Die Bedürfnisse und Wünsche verstehen.
- STANDPUNKT DEFINIEREN: Ein Zielbild definieren.
- IDEEN FINDEN: Lösungsmöglichkeiten entwickeln, WIE das Zielbild realisiert werden kann.
- PROTOTYPEN ENTWICKELN: Für vielversprechende Lösungsmöglichkeiten Pläne definieren, WAS das Zielbild Realität werden lässt.
- TESTEN: Ideenprototypen in der Realität testen, Rückmeldungen einholen und zur Verbesserung nutzen.
Prozess und Methoden des Design Thinkings sind denjenigen in der Karriereberatung bzw. dem Coaching sehr ähnlich. So deckt z.B. die Riesenrad-Methode den ganzen Beratungsprozess ab.
HBDI® - Herrmann Brain Dominance Instrument®
Zweck: Denkpräferenzen eines Menschen herausfinden und gleichzeitig ein Verständnis für die Denkweise von Mitmenschen schaffen.
Das Herrmann Brain Dominance Instrument ist ein Analyse-Instrument zu einem Modell, das besagt, dass sich der Denkstil eines Menschen in vier Quadranten abbilden lässt, das sogenannte Whole Brain Thinking Model. Es lehnt sich an die Gehirnarchitektur an, nutz diese aber lediglich als Methapher, d.h. dass ein direkter Zusammenhang zwischen Denkpräferenzen einerseits und biologischen Gehirnfunktionen andererseits nicht beabsichtigt ist und nicht hergestellt wird. Beide wurde vom Amerikaner Ned Herrmann (1922–1999) entwickelt.
Im Whole Brain Thinking Modell werden die unterschiedlichen Denkstile in vier Quadranten dargestellt:
- Quadrant A: Das rationale Ich mit einer rationalen, logischen, analytischen Denkpräferenz.
- Quadrant B: Das organisatorische Ich mit dem strukturiert und organisiert vorgehenden, detaillierten Denkstil.
- Quadrant C: Das fühlende Ich, dessen Denkstil emotional, mitfühlend, mitteilsam ist.
- Quadrant D: Das experimentelle Ich, geprägt von konzeptionellem, einfallsreichem, ganzheitlichem Denken.
Jeder Mensch weist eine unterschiedlich stark ausgeprägte Kombination dieser vier verschiedenen Ichs auf. Deshalb denkt jeder anders - über sich und andere. Dies beeinflusst, welche Tätigkeiten ein einzelner Mensch mag und wie er mit anderen Menschen zusammenarbeitet.
Charakterstärken (Values In Action - Inventory of Strengths)
Zweck: Stärken und Tugenden eines Menschen herausfinden.
Charakterstärken ist eine Methode zur Messung von 24 psychologischen Stärken und Tugenden, basierend auf einem Fragebogen zur Selbsteinschätzung. Sie stellt die deutsche Adaption des "Inventory of Strenghts" des amerikanischen "Values-In-Action"-Instituts, zusammen abgekürzt VIA-IS, vorgenommen durch den Lehrstuhls für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik der Universität Zürich, dar. Die Methode basiert auf der "Positiven Psychologie", bei der es darum geht, Faktoren und Prozesse zu verstehen und zu fördern, die es Individuen und Gemeinschaften erlauben, ein „gutes Leben“ zu führen.